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Hubertusjagd 2018

Hubertus hat dieses Jahr ein gutes Wort bei Petrus für uns eingelegt und uns herrlichen Sonnenschein und 20 Grad beschert.

Wie jedes Jahr beginnt die Jagd mit einer sehr schönen Messe im Dom Sankt Peter und Paul in Zeitz.

Kurz vor Mittag ging es dann zu Pferd bzw.  Kremser los. Auf 5 Schleppen entlang der weißen Elster und im Agatal zur Mittagsrast nach Ossig.

Der Abschluss der Jagd ist vor der schönen Kulisse im Garten der Moritzburg, dort danken wir der Meute mit dem Curée

Wir bedanken uns bei allen Gästen die mit uns zur Jagd waren und sagen Halali Halali  und bis nächstes Jahr.

Meute: Frankenmeute

Schleppenleger: Luisa Rohland, Julia Popp

Feldführung: Ricardo Tondock

 

Juliane Dietrich ist Qualifiziert für die Special Olympics 2019 in Abu Dhabi

vom 27.7.2018

Herzlichen Glückwunsch an Juliane Dietrich!

 

Ritt in Abu Dhabi

Was mit Therapiereiten begann, führte schon zu zahlreichen Medaillen und Deutschen Meistertiteln. Was mit Therapiereiten begann, führte schon zu zahlreichen Medaillen und Deutschen Meistertiteln.
Foto: privat
Weißenfels (wm). Juliane Dietrich aus Weißenfels hat ihr Zimmer mit zahlreichen Medaillen dekoriert. Die 32-Jährige hat 2008 mit dem Therapie-Reiten begonnen und daran so viel Spaß gefunden, dass sie ab 2011 für Wettbewerbe trainiert hat. Gerade im Behindertensport sind die Leistungen, die sie bisher erreicht hat, einfach herausragend. Zu den Special Olympics 2012 in München, ihrem ersten Wettbewerb, gewann sie im Hindernisreiten die Goldmedaille und wurde Deutsche Meisterin ihrer Altersklasse. Ganz nebenbei nahm sie noch im Dressurreiten die Silbermedaille mit. Zwei Jahre später in Düsseldorf blinkten wieder Medaillen.
In der Dressur und im Reiterwettbewerb erkäpfte sich Juliane Dietrich jeweils die Goldmedaillen und damit erneut den Titel Deutsche Meisterin. Im Wettkampf Hindernis kam noch eine Silbermedaille dazu.

2016 fanden die Special Olympics in Hannover statt. Von dort brachte sie eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille statt, womit sie bei der Dressur erneut den Deutschen Meistertitel erreichte.

Eine Neuerung kam 2017. In diesem Jahr fand in Neuss eine notwendige Qualifizierung für die Special Olympics in Kiel 2018 statt. Hier qualifizierte sie sich natürlich. Im Frühjahr erkämpfte sie sich in Geschicklichkeit und Springen Gold, also wieder zwei Deutsche Meister-Titel. In der Dressur reichte es für Silber.

Auch wenn es bisher immer von ihr und ihrer Familie ausgeschlossen wurde, so gibt es nun doch eine internationale Beteiligung.

Die Weichen wurden seit Januar gestellt. Nun steht es fest, vom 8. bis 25. März wird sie mit ihren Eltern und ihrem Trainer Reitpädagoge und Reitlehrer Joachim Bock aus Taucha/Sachsen nach Abu Dhabi zu den Special Olympics World Games 2019, den Weltsommerspielen für Menschen mit geistiger Behinderung, reisen. 161 Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland werden daran teilnehmen, davon vier Reiter. Juliane ist die einzige aus Sachsen-Anhalt.

25 Sportarten stehn an. Für die vier Reiter ist nur ein Trainer zugelassen. Dieser wird aus NRW kommen, weil aus diesem Bundesland zwei Reiter kommen. Im Vorfeld wird es darum zwei Vorbereitungslehrgänge für alle vier Reiterinnen und Reiter in NRW geben. Neben dem ihr noch unbekannten Trainer bekommt sie wieder ein Leihpferd. Dabei gibt es maximal zwei Pferde zur Auswahl. Passt das erste Pferd nicht, kann sie ein zweites bekommen, darf dann allerdings nicht mehr auf das erste Pferd zurückgreifen.

Die Weißenfelserin wird in den Disziplinen Dressur, Hindernis und Springen antreten.

In den nächsten Tagen steigt sie in das Training ein. Dabei stehen ihr beim Reit- und Fahrverein Zeitz-Bergisdorf e.V., ihrer Trainingsstätte, Joachim Bock zur Seite. Die Disziplin Ge­­schicklichkeit trainiert sie in der Förderstätte „Julius von Pflug” in Schelkau mit Reitpä­dagogin Annett Herrmann.

Allerdings sind die Kosten enorm, sodass wieder neben den Förderungen vom Burgenlandkreis und eventuell von der Stadt Weißenfels weitere Sponsoren gesucht werden, die diese so einmalige, strebsame behinderte Frau aus der Saalestadt unterstützen möchten.

RV Zeitz beim Naumburger Kirschfestumzug

Zum Film: der Film versucht anzudeuten, welch enormen Aufwand es bedeutet, zwei pferdegezogene Fahrzeuge in einem Festzug “mal eben mitfahren zu lassen”. Der Film ist in erster Linie den vielen „namenlosen“ Helfern und Helferinnen im Hintergrund gewidmet, auch jenen, die nicht im Film abgelichtet werden konnten, ohne deren Einsatz und Engagement Auftritte wie dieser nicht möglich wären. Bei den pferdegezogenen Fahrzeugen handelt es sich zum einen, um einen original historischen Victoria-Wagen. Fahrzeugführer ist der 1. Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Zeitz-Bergisdorf e.V., Ernst Ebenhoch. Seine “Fracht” stellt den Landrat Carl Peter Lepsius dar (s.u.), dargestellt vom ehem. Landrat Harry Reiche (mit Tochter und Enkelchen). Beim anderen Fahrzeug handelt es sich um einen Planwagen, auch Kremser genannt. Er wird “gesteuert” vom langjährigem Vereinsmitglied Mario Stets aus Teuchern, dem auch die Zugtiere gehören. Sein Wagen ist vollgeladen mit Kindern der „Freien Schule im Burgenlandkreis – Jan Hus“. Am Ende des Films singen sie das Kirschfestlied von K. Seyferth (s.u.). Beide Fahrzeuge befinden sich im Besitz des Reit- und Fahrvereins Zeitz-Bergisdorf e.V. Zum historischen Hintergrund des Kirschfestes in Naumburg: (aus: http://www.kirschfestfuehrer.info/Umz…) Jan Hus war ein böhmischer Prediger und Reformator. Er kämpfte leidenschaftlich für eine Reform der Kirche und des Papsttums. Im Konzil von Konstanz 1414-1415 wollte man ihn zum Widerruf seiner Überzeugungen bewegen. Der Prager Prediger sollte freies Geleit erhalten, wenn er zum Konstanzer Konzil erschien. Entgegen dieser Zusicherung wurde er eingekerkert und am 6.7.1415 verbrannt. Jan Hus Tod wurde in Böhmen mit großer Empörung aufgenommen, es kam zu Aufständen. Die Hussiten … zogen nicht nur durch Böhmen, sondern auch in die angrenzenden Länder. Sie verfolgten die Katholiken, plünderten Kirchen und zerstörten ganze Städte. Ihre Taten riefen Angst und Schrecken hervor. In der Zeit von 1409 bis 1422, also während des Konstanzer Konzils, war Gerhard von Goch der Bischof vom Bistum Naumburg. Gerhard von Goch soll an dem Konzil teilgenommen und Jan Hus mit verurteilt haben. Deshalb führte der Zug der Hussiten auch vor die Tore der Stadt Naumburg. Man wollte sich an dem Bischof und seiner Stadt für den Tod des Reformers rächen. Die sagenhafte Belagerung der Stadt durch die Hussiten unter ihren Heerführer Prokop soll sich 1432 zugetragen haben. Sie dauerte lange, so dass die Lage für die Naumburger hoffnungslos wurde. In dieser Situation zog „der Lehrer von der Schul“ mit den Kindern, die in weiße Sterbehemdchen gekleidet waren, vor die Tore der Stadt und es gelang durch die Fürbitte der Kinder Prokop milde zu stimmen. Er verschonte die Stadt, schenkte den Kindern Kirschen und zog dann mit seinem Heer ab. Der historische Kirschfestverein 1885 Die Mitglieder des Kirschfestvereins Naumburg erinnern an die Traditionen des alten Stadtfestes. Schon im 19. Jahrhundert feierte man in Zelten auf der Vogelwiese. Standesgemäß fuhr man in Kutschen zum Festplatz. Landrat Carl Peter Lepsius war Förderer des Kirschfestes. Der Kremser symbolisiert das „Referendarienzelt 1827“, in dem das Kirschfestlied von K. Seyferth seinen Ursprung hatte.

Glücksbringer

Für ein Fototermin mit der Mitteldeutschen Zeitung durfen unsere Ferienkinder posen.

Bedeutung Das Hufeisen soll das wertvolle Pferd schützen. In allen Ländern, in denen Pferde für Krieg und Arbeit gebraucht wurden, wurde das Hufeisen zu einem Symbol des Glücks. Ein türkisches Sprichwort bringt die einstige Bedeutung eines Hufeisen zum Tragen und lässt vermuten, warum es weltweit so beliebt wurde: “Ein Nagel kann ein Hufeisen retten, ein Hufeisen ein Pferd, ein Pferd einen Reiter und ein Reiter ein Land.”

Legenden Ein Hufeisen, richtig an Haus und Hof angebracht, soll ein geeignetes Mittel sein, Unglück, Unheil und Krankheit abzuwenden. Es soll beschützen und Fremden sowie bösen Geistern den Zugang verwehren. Man könne damit das Böse festnageln und einhämmern. Seeleute brachten es an Schiffsmasten an und selbst Taxifahrer schauen, dass ihr Nummernschild ein “U” enthält. Zeigt die offene Seite nach unten, könne das Glück herausfallen. Andererseits könne es in der U-Form des Teufels Hörner darstellen. Hängt man es quer auf, symbolisiere es das C für Christus. Ein anderer Aberglaube besagt, dass man das Hufeisen mit der Öffnung stets nach oben hängen müsse, damit das Glück nicht verloren gehe. Nach oben geöffnet stelle es auch einen glücksfangenden Brunnen dar. Voraussetzung für das Glückbringen sei allerdings, dass man es findet und nicht sucht. Sollte es noch mindestens drei Nägel haben, bringe es besonderes Glück. Mit dem Anbringen des Glücksbringer-Klassikers über der Hausschwelle oder dem Stalltor warte man bis Silvester.

In diesem Sinne wünscht der Reit- und Fahrverein Zeitz allen Mitgliedern und Pferdefreunden ein gutes neues Jahr.